MEDA – Messsystem zur Analyse und Bewertung von Schwingungen, Lärm und Erschütterungen

MEDA, die Kombination aus funktionaler Software und ausgereiften Frontends, bildet eine Einheit, die auf der jahrzehntelangen Er­fahrung unserer Ingenieure und Entwickler aufbaut. Ziel ist es, unseren Kunden ein Mess­system an die Hand zu geben, dass sie vielseitig einsetzen und mit dem sie sofort und effektiv arbeiten können.

MEDA findet seine Hauptanwendung in den beiden Bereichen Erschütterungen/Lärm sowie Maschinendiagnose und kann sowohl für Troubleshooting-Aufgaben als auch zur Dauerüberwachung eingesetzt werden. Ob Baustelle, Verkehr, Anlage, Maschine oder Sprengung, das Komplett-System liefert schnell aussagekräftige und normkonforme Ergebnisse zur Beurteilung der Situation.

Dipl.-Ing. Klemens Pradler, BHM INGENIEURE – Engineering & Consulting GmbH:

"Wir setzen die Produkte von Wölfel Meßsysteme seit mehr als 20 Jahren ein und schätzen vor allem die perfekte Abstimmung von Hard- und Software. Die Software MEDA enthält eine über­­sichtliche Bedien­oberfläche und die umfangreichen Auswerte­optionen werden regelmäßig erweitert und auf individuelle Kunden­anforderungen abgestimmt."

Die Vorteile von MEDA auf einen Blick:

All in One: Lieferung immer als Komplettsystem mit allen benötigten Optionen

System nach DIN 45669 für Messinstitute gemäß ISO 17025 kalibrierbar

Drei unterschiedliche Frontends für das Messen mit oder ohne Kabel

 

Schnelle Einarbeitung und intuitive Bedienung

Das MEDA-Prinzip

MEDA – Professionelle Messung, Überwachung und Auswertung
von Erschütterungen und Lärm

Im Anwendungsbereich Erschütterungen und Lärm stehen Messung, Überwachung
und normgerechte Auswertung im Vordergrund:

  • Messung nach DIN 4150 und weiteren Normen
  • Messtechnische Überwachungsaufgaben an Baustellen und Brücken oder bei Sprengungen und Tunnelvortrieb
  • Überwachung von Erschütterungen durch Schienenverkehr
  • Beurteilung der Isolierwirkung von elastischen Lagerungen
  • Vibrationen im industriellen Bereich
  • Gebäudemessungen und Bewertung von Grundstücken
  • Qualitätssicherung in der Industrie
  • Ingenieurmäßige Beurteilung bei begleitenden Messungen

Für alle Anwendungen stehen vielfältige Möglichkeiten zur temporären Messung sowie zur Dauerüberwachung mit Datenfernabfrage und Cloudlösungen zur Verfügung.

Geofone SM6 3D oder SM6 1D

Unsere speziell an MEDA angepassten Geofone erfüllen zusammen mit der Software alle Anforderungen der DIN 45669. Die Geofone werden ohne zwischengeschalteten Verstärker direkt an das Frontend angeschlossen. Die Kennlinienlinearisierung findet während der Messung direkt in MEDA statt. Bitte sprechen Sie uns bezüglich Ihrer individuellen Aufgabenstellung an. Weiteres Zubehör bieten wir Ihnen gerne auf Anfrage.

Die MEDA Hardware – Drei Frontends zur Wahl

Mit drei verschiedenen Frontends, MEDA BlueStack®, MEDA RedSens und den Modulen der MEDA USB-X Serie, stellen wir ein leistungsfähiges Spektrum an Datenerfassungseinheiten zur Verfügung. Sie können sich die benötigte Messtechnik aus unserem Angebot an Sensorikausstattung und Zubehör individuell zusammenstellen oder Ihre bereits vorhandene Sensortechnik nutzen.

MEDA BlueStack®

Ob 4 oder 32 Kanäle, einzeln oder kaskadiert, MEDA BlueStack® ist das individuell zugeschnittene, kabelgebundene Komplettsystem zur Messung, Analyse und Bewertung von Schwingungen und Lärm. Hohe Abtastraten, synchrone Datenerfassung und eine Auflösung mit 24 Bit erlauben Messungen in allen Anwendungsbereichen.

MEDA RedSens

MEDA RedSens arbeitet kabellos und bietet als einziges verfügbares WLAN-Messsystem hundertprozentige Synchronität über alle angeschlossenen Kanäle. Bis zu zehn einzelne Module mit je drei Achsen, also 30 Kanäle, können gleichzeitig drahtlos betrieben werden. Dies ermöglicht einen schnellen Auf- und Abbau Ihrer Messkette und vermeidet beispielsweise das teure und aufwendige Installieren von Kabelbrücken.

MEDA USB 16/24/32

Dieses USB-Frontend stellt neben analogen Eingängen auch digitale Eingänge und Ausgänge zur Verfügung. MEDA-USB-X ist in drei verschiedenen Ausbaustufen mit jeweils 16, 24 oder 32 Kanälen erhältlich. Individuallösungen mit höheren Kanalzahlen sind auf Anfrage ebenfalls möglich. Auch mit diesem Frontend werden in Kombination mit unseren Geofonen die Anforderungen der DIN 45669 erfüllt.

MEDA – Hoher Arbeitskomfort und volle Kontrolle durch den Projektmanager

Der Projektmanager verwaltet in einem Projekt alle für die Messung relevanten Daten, darunter verschiedenste Berechnungs- und Analyseergebnisse. Hier haben Sie außerdem Zugriff auf die Voreinstellungen bereits durchgeführter Messungen. Durch die Verwendung vordefinierter Parametersätze und spezifizierter Sensoren können Sie Messungen schnell, komfortabel und fehlerfrei durchführen. Aus einer Sensortabelle können die verfügbaren Sensoren ausgewählt werden.

Eine große Anzahl von übersichtlich gruppierten Parametern steuert die Datenerfassung. Komplexe, vielkanalige Überwachungsaufgaben sind damit genauso einfach durchzuführen, wie einfache Einzelmessungen. Eine Online-Anzeige ist mit beliebiger Kanalzahl möglich. Auch der Import und Export von Daten aus Fremdformaten oder die Übernahme von Messungen oder Ergebnissen aus anderen Projekten in das aktuelle Projekt erfolgt über den Projektmanager.

Die schnelle und einfache Handhabung von Messdatenerfassung, Auswertung und Dokumentation erlaubt einen Einsatz auch unter schwierigen Messbedingungen. Außerdem lassen sich Ihre gesamten Messdaten komfortabel sichern und archivieren.

MEDA – Das richtige Setup vor dem Start einer Messung

Unterschiedliche messtechnische Aufgabenstellungen erfordern oft ganz verschiedene Messansätze.
MEDA stellt dem Anwender deshalb zur optimalen Erfüllung seiner Anforderungen verschiedene Messarten zur Verfügung:

  • Standard: Hierzu zählt beispielsweise die Online-Mittelung eines Spektrums (Schmalband, Terz oder Oktav), gesteuert über den TTL-Triggereingang oder die eingestellte Messzeit. Auch das Messen von Übertragungsfunktionen ist in dieser Messart möglich.
  • Tape: Mit der zyklischen Tape-Messung, der am häufigsten verwendeten Messart, stellt MEDA eine Vielzahl an Trigger- und Alarmierungsfunktionen zur Verfügung. Triggern Sie mit MEDA auf die Amplitudenhöhe oder auch auf einzelne Terz- oder Oktavbänder im Messsignal. Bei Überschreitungen erfolgt eine Benachrichtigung per SMS oder E-Mail. Eine Warnleuchte oder ein akustischer Signalgeber kann optional direkt vor Ort Alarm auslösen. Für komplexe und lang andauernde Überwachungsaufgaben ist die Messart Tape ebenfalls bestens geeignet (Intervallaufzeichnung signifikanter Parameter wie Maximalwerte, Terz- und Oktavmaxima).

Optional kann das System mit folgenden Varianten ergänzt werden:

  • Wasserfall: Mit dieser Messart lassen sich Wasserfälle (z. B. Maschinenhochläufe) unmittelbar messen bzw. Wasserfälle und Ordnungskurven im Postprozess aus gemessenen Zeitsignalen erzeugen.
  • Auswuchten: Diese Messart ermöglicht via Betriebsauswuchten das Auswuchten in zwei Ebenen – per Massenausgleich iterativ oder bis zur erforderlichen Wuchtgüte.
  • Schallleistung: Diese Messart unterstützt die Ermittlung der Schallleistung nach dem Hüllflächenverfahren gemäß EN ISO 3744.

Messdaten erfassen – Online-Berechnungen und virtuelle Kanäle

Mit MEDA ist es möglich, während der Messung Online-Berechnungen auf Zeitsignale anzuwenden. Konkret bedeutet dies, dass schon während einer noch laufenden Messung (online) eine Vielzahl von mathematischen Operationen mit den gemessenen Zeitsignalen ausgeführt und als Ergebnisse abgespeichert werden können.

Aktuell stehen 29 Operationen für die Online-Analyse zur Verfügung, darunter:

  • Skalare Addition, skalare Multiplikation, Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division
  • Digitaler Tiefpass, Hochpass, Bandpass und Bandsperre
  • Integration, Differentiation inkl. Bewegungsgrößenumrechnung
  • Resultierende
  • Quadrat, Quadratwurzel
  • Gleitendes Mittel
  • KB-Filter
  • Gleitender Effektivwert

Simon Ng, Voith Paper Fabrics:

"MEDA is an amazingly powerful vibration software that makes complex analysis become very easy at good time efficiency. I would recommend to all vibration workers."

MEDA – Messdatenauswertung im Post-Prozess

Im Post-Prozess bietet MEDA circa 100 mathematische Funktionen zur Auswertung der erfassten Messdaten. Angefangen bei Standard-Filterfunktionen über Frequenzanalysen bis hin zu applikationsspezifischen Auswertealgorithmen aus den Anwendungsbereichen Maschinenbau oder Bauingenieurwesen bietet MEDA alle notwendigen Werkzeuge für eine schnelle und unkomplizierte Analyse der Daten.

Schnell auswerten durch Automatisierung

Auswertungen ganzer Messreihen mit mehreren hundert Messungen sind kein Problem. Des Weiteren besteht für den Anwender die Möglichkeit, mehrere Auswerteoperationen über die Funktion „Kombi-Routine“ zu kombinieren und nacheinander ablaufen zu lassen. Somit kann beispielsweise ein erfasstes Zeitsignal zuerst im benötigten Frequenzbereich nachträglich bandbegrenzt, die Messgröße von Beschleunigung in Schwingwege umgerechnet und abschließend daraus noch ein Terzbandspektrum gerechnet werden – alles mit nur einem Klick auf die Schaltfläche „Start der Berechnung“.

Maciej Krakowiak, Voith Paper EMEA:

"Over the last 7 years MEDA has proved to be an excellent tool to tackle all vibration issues faced by the paper industry. The system is very reliable, intuitive and can be used with full confidence when it comes to results. Great software with a number of useful features standing out from other products available on the market. Definitely recommended!"

MEDA – Ergebnisdarstellung

Mit MEDA lassen sich nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bei Darstellung und Präsentation von Mess- und Berechnungsergebnissen realisieren. Messungen und ihre Bewertungen werden so für Anwender und/oder Auftraggeber transparent und intuitiv verständlich dargestellt.

Individuell und effizient

MEDA verbindet die Forderung nach einer sauberen Dokumentation von Messergebnissen mit dem Wunsch nach individueller und effizienter Berichtserstellung. Mittels der Formblätter können Standardlayouts erstellt werden. Dies vereinfacht die Dokumentation erheblich und ein gleichbleibendes Layout ist sichergestellt.

Sie haben die Wahl

Wählen Sie mit dem Formblattmanager einfach das Layout aus, das am besten die Ergebnisse Ihrer Messung widerspiegelt. Mit ein paar Mausklicks sind die richtigen Skalierungen der Messwerte gesetzt. Sie wollen die Ergebnisse Ihrer Online-Berechnung mit auf diesem Formblatt anzeigen? Kein Problem: Formblatt anpassen und schon sind weitere Informationen zugänglich.

Informationsmaterial

Referenzen

Case Study "Schneller produzieren" 888.27 KB
Case Study "Schneller produzieren"

Im Rahmen des Projektes wurde untersucht, ob die geplante Erhöhung der Produktionsgeschwindigkeit einer Papiermaschine auf 800 m/min zu schwingungstechnischen Problemen führen kann.

Case Study "Papierverarbeitung" 183.39 KB
Case Study "Papierverarbeitung"

Im Rahmen einer Prototypentwicklung einer Papier­weiterverarbeitungsmaschine mussten Messungen an den Transporttraversen durchgeführt werden. Aufgrund der Umlaufbewegung und der Notwendig­keit der permanenten Messung über einen längeren Zeitraum mussten die Daten mit einem kabellosen System erfasst und übertragen werden. Eine wesentliche Aufgabe war die Überwachung der Laufruhe und das Auffinden störender Stoßstellen, die zu einer Beeinträchtigung der Verar­beitungsgenauigkeit geführt haben. Eine weitere Aufgabe war die Beurteilung des Schwingungsverhaltens der Traversen die für den Produkttransport verantwortlich waren.

Case Study "Unwuchten beseitigen" 1.73 MB
Case Study "Unwuchten beseitigen"

Unwuchten an rotierenden Wellen beeinträchtigen die Produktqualität oder vermindern die Betriebssicherheit. In diesem Projekt konnte mit Hilfe der MEDA Messtechnik sowie der dazugehörigen Auswertungssoftware die volle Funktionsfähigkeit einer Mischerwelle nach dem Auswuchten wieder hergestellt werden.


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Ich berate Sie gerne bei Fragen rund um unser Messsystem MEDA.

Dieter Müller
MEDA

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