Mobilität 2030 – Spielt der Zugverkehr noch eine Rolle?

In Japan wären 5 Minuten Verspätung ein Skandal, so titelten zwei Artikel im Orange und der Wirtschaftswoche vor nicht allzu langer Zeit. Und tatsächlich kann man ein wenig neidisch auf die futuristischen Konzepte schauen. Gelebte Mobilität von morgen? Und wie sieht es in Europa aus? Wo liegen die Fallstricke auf dem Weg in eine nachhaltige Mobilität über weite Strecken?

Das in Europas Zugverkehr immer noch vorherrschende Prinzip von Schiene und Radsätzen mit Spurkranz hat einen großen Nachteil: Zugfahren ist häufig laut und unbequem. In einer Zeit, in der Öffentlicher Personenverkehr eine der wichtigsten Säulen des Mobilitätswechsels ist, muss dieses Prinzip auf den Prüfstand gestellt werden.

Dabei gibt es verschiedene Ansätze. Ein Beispiel ist das Projekt „Next Generation Train“ (NGT) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das mit elektrisch angetriebenen und gesteuerten Einzelrädern völlig neue fahrdynamische Möglichkeiten bieten soll. Die neue Fahrwerkskonfiguration wurde mit SIMULIA/Simpack simuliert.

Es zeigte sich, dass mit einer aktiven Regelung der Spurführung – die den Wagen lediglich über unterschiedliche Beschleunigung der beiden Räder einer Achse auf der Schiene zentriert – sich der Wagen sehr viel genauer in der Spur halten lässt, was nicht nur in einem Komfortgewinn, sondern auch mehr als 50 Prozent geringerem Verschleiß am Rad resultiert. Auch bei einer Geschwindigkeit von 400 km/h erreicht der NGT einen sehr hohen Komfort, der sich je nach Sitzposition im Wagen bis zu 25 Prozent im Vergleich zu heutigen Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen verbesserte.

Simulation und virtuelle Testfahrten tragen entscheidend dazu bei, dass mehr Menschen ihr Auto stehen lassen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz liefern. Der mangelnde Komfort und das typische Rattern im Zug werden jedenfalls bald nicht mehr als Ausrede gelten.

Welche weiteren Ansätze es gibt und wie der aktuelle Forschungsstand des Projekts „Next Generation Train“ ist, lesen Sie im vollständigen Blogartikel von Nicole Blum auf dem Dassault-Systèmes Blog Puls der Innovation.

 

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