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WAS IST LÄRM EIGENTLICH GENAU? UND WIE WIRD ER GEMESSEN?


Je nach Schalldruck und Frequenz empfinden wir Geräusche als laut oder leise bzw. als hoch oder tief. Sobald sie uns stören, sprechen wir von Lärm. Wann diese Schwelle überschritten wird, ist jedoch sehr subjektiv. Typische Lärmarten sind u.a. Gewerbelärm, Verkehrslärm, Fluglärm, Industrielärm, Baustellenlärm, Nachbarschaftslärm und Freizeitlärm.

Zur Bewertung wird insbesondere der Schalldruckpegel (häufig als Schallpegel abgekürzt) in der Einheit Dezibel (dB) erfasst. Grundsätzlich gilt: Je höher der Schalldruckpegel, desto lauter das Geräusch. Bei etwa 130 Dezibel liegt die Schmerzgrenze. Die Skala ist jedoch nicht linear, sondern logarithmisch aufgebaut. Eine Veränderung von 10 dB empfinden wir in etwa als doppelt bzw. halb so laut wie den Ausgangswert.

Da die Frequenz ebenfalls Einfluss auf die menschliche Wahrnehmung hat – sehr tiefe und sehr hohe Frequenzen nehmen wir als weniger laut wahr – wird zusätzlich der sogenannte A-Bewertungsfilter hinzugezogen. So entsteht der bewertete Schalldruckpegel dB(A). Durch diese Gewichtung wird es möglich, mehrere Geräusche miteinander zu vergleichen.

Um auch Dauer, Veränderung, Zeitpunkt und Häufigkeit in die Bewertung einbeziehen zu können, gibt es verschiedene Mittelungsverfahren und Zuschläge. Daraus ergeben sich beispielsweise Mittelungspegel und Beurteilungspegel. Für weitere Informationen rund um Messgrößen und -verfahren können Sie sich gerne direkt an unsere Experten Steffen Schmitt und Robin Schindler wenden.

PRODUKTFINDER

Gemeinsam mit unserem Partner SVANTEK bieten wir Ihnen ein umfassendes Sortiment an Schallmesstechnik zur zuverlässigen Lärmmessung. Aufbauend auf jahrzehntelanger Erfahrung im Bereich Akustik liegt die Kernkompetenz von SVANTEK in der Entwicklung und Herstellung von professionellen Messgeräten für die Messung und Analyse von Schall und Vibrationen. In Kombination mit der langjährigen Erfahrung von Wölfel in den Bereichen Schwingungen, Akustik und Immissionsschutz können wir nahezu alle Anwendungsfälle abdecken.

In welchem Bereich möchten Sie messen?

WELCHE NORMEN UND RICHTLINIEN GILT ES ZU BEACHTEN? UND WELCHE GRENZWERTE DÜRFEN IN DEUTSCHLAND NICHT ÜBERSCHRITTEN WERDEN?


Schall kann je nach Intensität und Dauer der Einwirkung gefährlich für den Menschen sein: Leistungsfähigkeit und Schlaf werden beeinträchtigt, die Lebensqualität wird gemindert und im schlimmsten Fall können nicht reparable Schäden verursacht werden. Um Lärm trotz der individuellen Wahrnehmung des Einzelnen möglichst objektiv beurteilen und Menschen in der direkten Umgebung von Schallquellen schützen zu können, gibt es in Deutschland verschiedene gesetzliche Regelungen. Grundlage vieler Bestimmungen sind die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Umweltbundesamtes. Außerdem wird in den Richtlinien in der Regel vorgegeben, nach welchem Verfahren der Geräuschpegel ermittelt werden muss und welche Vorgaben die eingesetzten Messgeräte erfüllen müssen.

Die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm – kurz TA Lärm – regelt den „Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche“ und gilt für verschiedenste Arten von Anlagen, beispielsweise Gewerbe- und Industrieanlagen. Die hier definierten Grenzwerte sind entsprechend dem Standort und der Tageszeit abgestuft. Während in Industriegebieten beispielsweise rund um die Uhr ein Schalldruckpegel von 70 dB(A) erlaubt ist, darf in reinen Wohngebieten in der Regel ein Schalldruckpegel von 50 dB(A) tagsüber und 35 dB(A) nachts nicht überschritten werden.

Baulärm wird häufig als besonders störend empfunden. Die für gewerbliche Bauarbeiten geltenden Immissionsrichtwerte finden sich in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm – Geräuschimmissionen (AVV Baulärm). Auch hier sind wieder Standort und Tageszeit entscheidend. In Gebieten, in denen vorwiegend Wohnungen untergebracht sind, sind beispielsweise in der Regel bis zu 55 dB(A) am Tag und bis zu 40 dB(A) in der Nacht erlaubt.

Im Bereich Arbeitslärm sind vor allem die DIN EN ISO 9612 sowie die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung vom 06. März 2007 (LärmVibrationsArbSchV) relevant. Erstere beschreibt die zur Ermittlung des Lärmexpositionspegels an Arbeitsplätzen anzuwendenden Strategien bzw. Verfahren. Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung setzt europäische Arbeitsschutz-Richtlinien (2003/10/EG „Lärm“ und 2002/44/EG „Vibrationen“) in nationales Recht um. Zentraler Punkt ist die sogenannte Gefährdungsbeurteilung durch die festgestellt wird, ob Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten durch Lärm beeinträchtigt werden.

Werden die jeweils geltenden Richtwerte überschritten, muss der Verursacher bzw. die für die Lärmquelle verantwortliche Person – beispielsweise der Arbeitgeber – Schutz- oder Minderungsmaßnahmen ergreifen. Für weitere Informationen rund um die relevanten Regelungen können Sie sich gerne direkt an unsere Experten Steffen Schmitt und Robin Schindler wenden.

SUPPORT & MIETGERÄTE

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Ihr Messgerät macht nicht, was es soll? Sie suchen nach den richtigen Einstellungen zur Auswertung Ihrer Messergebnisse? Unser Service-Team steht Ihnen bei allen Fragen rund um Ihre Messung und Ihr Messgerät zur Seite.

Sie brauchen nicht regelmäßig ein Messgerät, sondern nur einmalig? Unsere Messtechnik kann man auch mieten.

Kontaktieren Sie uns gerne persönlich

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Wir beraten Sie gerne bei Fragen rund um die Messung und Überwachung von Lärm.

Steffen Schmitt
SVANTEK

Robin Schindler – Wölfel-Gruppe

Robin Schindler
SVANTEK

+49 931 49708 810
schindler@woelfel.de
Formular

WORAUF SOLLTE MAN BEIM KAUF EINES SCHALLPEGELMESSGERÄTS ACHTEN?


Je nach Anwendungsgebiet und dort anzuwendender Richtlinie muss ein Schallmessgerät verschiedene Kriterien erfüllen. Hinzu kommen natürlich individuelle Anforderungen und Wünsche.

Kein Messgerät misst hundertprozentig genau, geringfügige Abweichungen sind daher erlaubt. Hinsichtlich dieser Messtoleranzen gibt es mehrere Abstufungen. Entsprechend IEC 61672 werden Schallpegelmesser in zwei Klassen eingeteilt: Für Messgeräte der Klasse 1 gelten wesentlich geringere Toleranzwerte, die Messung muss also insgesamt genauer sein. Bei Schallpegelmessern der Klasse 2 ist eine etwas größere Abweichung erlaubt. Welche Klasse benötigt wird, steht in der jeweils geltenden Norm.

Wer rechtsverbindlich messen will, muss zusätzlich darauf achten, dass das Schallpegelmessgerät eichfähig ist. Denn erst die Bauartzulassung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt PTB ermöglicht eine Eichung durch das Eichamt.

Profi-Geräte können in der Regel alle relevanten Messgrößen simultan erfassen und speichern. Für eine detaillierte Signalanalyse sollten zusätzlich Terz- und Oktavanalyse und/oder FFT-Analyse zur Verfügung stehen, um ein periodisches Zeitsignal in seine einzelnen Frequenzen aufschlüsseln zu können. Die Möglichkeit zur Schallaufzeichnung kann bei der Auswertung ebenfalls sehr hilfreich sein, um Geräusche identifizieren und Geräuschquellen zuordnen zu können.

Beim Kauf einer Monitoring-Station zur längerfristigen Überwachung von Schall sind weiterhin Betriebszeit, Fernzugriff und Art der Datenübertragung sowie Alarmierungs- und Triggerfunktionen relevant. Je nach Aufstellort kann es außerdem wichtig sein, dass die Station möglichst wetterfest und robust ist.

Unsere Experten Steffen Schmitt und Robin Schindler beraten Sie gerne bei der Auswahl eines geeigneten Schallpegelmessgeräts.

DIENSTLEISTUNGEN

Als nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditierte und nach § 29b BImSchG bekannt gegebene Messstelle für die Ermittlung von Emissionen und Immissionen von Geräuschen unterstützen wir Sie in allen Fragen zum Schallimmissionsschutz und erstellen rechtssichere Gutachten.

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