Immissionsschutz im Bereich Verkehrslärm

Verursacht von Autos, LKWs, Zügen und Flugzeugen ist Verkehrslärm insbesondere in Ballungsräumen seit Langem eines der größten Probleme im Immissionsschutz. Laut einer im Jahr 2018 vom Umweltbundesamt durchgeführten Umfrage fühlen sich 75 Prozent der deutschen Bevölkerung von Straßenverkehrslärm, 42 Prozent von Flugverkehrslärm und 35 Prozent von Schienenverkehrslärm gestört oder belästigt.

Zusätzlich zur sinkenden Lebensqualität entstehen auch Gefahren für die Gesundheit. Bei dauerhaft hoher Belastung drohen beispielsweise Herz- und Kreislauferkrankungen.

 

Schritt für Schritt zum adäquaten Lärmschutz

Grundsätzlich gibt es für die verschiedenen Arten von Verkehrslärm unterschiedliche Regelungen und Richtlinien. Beim Bau und bei wesentlichen Änderungen von bestehenden Straßen und Schienenwegen müssen beispielsweise die in der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchG) festgesetzten Immissionsgrenzwerte eingehalten werden. Bestehende Verkehrswege werden hiervon nicht abgedeckt. Nichtsdestotrotz gibt es vielerorts auch hierfür Programme zur Lärmsanierung.

Schutz vor Verkehrslärm fängt beim Einzelnen und im Kleinen an. Um die Lärmbelastung deutlich zu reduzieren, müssen jedoch verschiedene Maßnahmen kombiniert werden. In der Regel gilt es zunächst, Lärmquellen zu vermeiden. Ist das nicht möglich, wird geprüft, ob die Lärmquelle zeitlich oder räumlich verlagert werden kann. Anschließend müssen Maßnahmen zur Lärmminderung – wie zum Beispiel niedrigere Geschwindigkeiten – erarbeitet werden. Der letzte Schritt sind Ausgleichsmaßnahmen für die Betroffenen. Dazu zählen beispielsweise Lärmschutzfenster oder Entschädigungen.

Unser Leistungsportfolio im Bereich Verkehrslärm: Wir erstellen Lärmprognosen und -berechnungen sowie Schallschutzgutachten bei Straßenlärm, Schienenlärm und Fluglärm

Wir gehen Verkehrslärm auf den Grund, indem wir Lärm und Lärmquellen sichtbar machen. Darauf aufbauend erarbeiten wir effektive Maßnahmen zur Lärmminderung.

Berechnung von Straßenverkehrslärm nach RLS-19

Seit 2019 liegt für den Straßenverkehrslärm eine überarbeitete Berechnungsvorschrift vor, die unter anderem neue, lärmarme Deckschichten berücksichtigt und die heutige Lärmbelastung besser abbildet. Darauf haben wir lange gewartet, um den Lärm jetzt noch genauer berechnen zu können.

Berechnung von Schienenverkehrslärm nach Schall 03

Seit 2015 wird Schienenverkehrslärm nach der überarbeiteten Schall 03 berechnet. Angesichts jetzt teils deutlich höherer Pegel sind wir somit angehalten, erheblich bessere Schallschutzmaßnahmen zu planen – darauf sind wir bestens vorbereitet.

Berechnung von Fluglärm

Wir berechnen Fluglärm nach nationalen und internationalen Regelwerken:

  • Fluglärmschutzzonen nach Fluglärmgesetz (AzB/AzD)
  • Lärmkarten nach EU Umgebungslärmrichtlinie (BUF) und europäischen Richtlinien (ECAC. CEAC. Doc. 29)
  • Lärmbelastung an Landeplätzen und Sonderlandeplätzen (Helikopter) gemäß DIN 45684 und den Hinweisen des LAI

Außerdem optimieren wir Flugrouten nach Lärmbelastungskriterien als Basis für Abwägungsverfahren und verfügen über weitreichende Erfahrungen im Bereich Fluglärm-Monitoring.

Wölfel war auch am Forschungsprojekt des Umweltbundesamtes "Bewertung von Flugrouten unter Lärmwirkungsaspekten" beteiligt. Zusammen mit den Partnern Lärmkontor, OTSD und konsalt wurde ein Verfahren zur lärmwirkungsgerechten Beurteilung von Flugrouten entwickelt. Lesen Sie den Abschlussbericht auf der Website des Umweltbundesamts.


Kontaktieren Sie uns gerne persönlich

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Wir beraten Sie gerne bei Fragen rund um Lärm, Luftschadstoffe und Erschütterungen.

Dr. rer. nat. Daniel Höhne-Mönch
Beratender Ingenieur
Höchberg

Dipl.-Geophys. Sebastian Ibbeken
Berlin

+49 30 390318-50
ibbeken@woelfel.de
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