Structural Health Monitoring für Windenergieanlagen – Zustandsüberwachung von Fundament, Turm und Rotorblatt

zur Schadensfrüherkennung, Lebensdauerprognose und Optimierung des Windparkbetriebs

Standortunabhängig wird eine nachhaltige Senkung der Betriebskosten bei gleichzeitiger Steigerung der Erträge immer wichtiger. Es gilt also mehr denn je, Strukturschäden frühzeitig zu erkennen, um gravierendere Schäden zu vermeiden. Structural Health Monitoring (SHM) an Fundament, Turm und Rotorblatt und das klassische Condition Monitoring (CMS) am Triebstrang gewinnen in diesem Zusammenhang immer mehr an Bedeutung.

„Der fortschreitende Stand der Technik bietet neue Möglichkeiten, den Ertrag nachhaltig zu steigern“, sagt Dr. Carsten Ebert, Leiter Windenergie bei Wölfel. „Unsere intelligenten Algorithmen basieren auf neuesten technologischen Ansätzen und stellen den Grundstock für die Datenanalyse und die direkte Optimierung in Echtzeit dar."

Wölfel ist europäischer Marktführer im Bereich der Strukturüberwachung von Offshore-Windparks und hat insbesondere in der Signalanalyse über Jahrzehnte eine im Markt einmalige Kernkompetenz aufgebaut. Von der Fachberatung über die Lieferung und Montage schlüsselfertiger Monitoring-Systeme bis hin zur Datenauswertung bieten wir Ihnen eine umfassende und individuelle Betreuung.

Mit unserer Sensorik erfassen wir reale Beanspruchungen und filtern aus der Datenflut anschließend die wirklich relevanten technischen Aussagen heraus. Durch integrierte Frühwarnsysteme kann zukünftig sogar die Anzahl der behördlich geforderten Inspektionen im Rahmen der wiederkehrenden Prüfungen (beispielsweise Unterwasserprüfungen mit Tauchrobotern) reduziert werden.

Ausgehend von der detaillierten Systemzustandsanalyse können Sie vorausschauend planen, die Betriebsweise Ihrer Windenergieanlagen optimieren und deren Lebensdauer verlängern – der Betrieb Ihres Windparks wird effizienter und wirtschaftlicher.

Unsere Leistungen

  • Entwicklung und Konzeption schlüsselfertiger Monitoring-Systeme, inklusive Abstimmung mit Behörden und Zertifizierungsgesellschaften
  • Ausrüstung Ihrer Anlagen mit speziell entwickelter, robuster Messtechnik mit direkter Schnittstelle zur WEA-Steuerung und zum SCADA-System
  • Datenerfassung und Datenanalyse durch intelligente Algorithmen und erfahrene Fachingenieure
  • Visualisierung der Ergebnisse in den Webportalen MIC.Foundation, MIC.Tower und MIC.Blade, inklusive Warn- und Alarmsystem
  • Reporting der Monitoring-Ergebnisse mit individuellem Detaillierungsgrad – zur Einreichung bei Behörden, Designvalidierung und als Grundlage für eine Lebensdaueroptimierung
  • Entwicklung von WKP-Konzepten, bei denen der notwendige Prüfumfang durch Einbindung von Monitoring-Ergebnissen optimiert ist

SHM.Foundation® – Ein individuell konfigurierbares System zur Überwachung von Baugrund, Gründung und Tragstruktur

Im Hinblick auf einen sicheren und effizienten Windparkbetrieb ist eine umfassende Überwachung von Baugrund, Gründung und Tragstruktur essenziell. Zur Sicherstellung der Tragfähigkeit wird darüber hinaus von Genehmigungsbehörden eine regelmäßige Prüfung der Gründungsstrukturen ausdrücklich empfohlen – sowohl durch Condition Monitoring als auch periodisch im Rahmen von wiederkehrenden Prüfungen. Gerade die Kontrolle der Strukturen unterhalb der Wasseroberfläche ist jedoch häufig sehr komplex, Taucheinsätze sind risikoreich und kostenintensiv. Durch permanentes Fundamentmonitoring können diese teuren Inspektionen auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert werden.

Professionelles Langzeit-Monitoring mit SHM.Foundation

Mit dem Monitoring-System SHM.Foundation kann das Strukturverhalten Ihrer Windenergieanlagen und Umspannstationen digital erfasst, nachverfolgt und ausgewertet werden. Der Fokus liegt dabei auf der detaillierten Analyse von Maximal- und Ermüdungsbeanspruchungen, den einwirkenden Wind- und Wellenlasten sowie dem Tragwerkszustand und der sich daraus ergebenden Restlebensdauer.

Die Funktionen von SHM.Foundation im Überblick:

  • Permanente Überwachung des Strukturverhaltens und der Beanspruchungen
  • Erstellung einer „Lebensdauerakte“ für jede individuelle Turbine
  • Erstellung der für Behörden erforderlichen Dokumentationen zum Nachweis der Tragfähigkeit
  • Optimierung der Performance Ihres Windparks durch individuelles Schwingungsmonitoring und Etablierung von lebensdauerverlängernden Betriebsweisen
  • Anpassung der Konzepte zur Wiederkehrenden Prüfung
  • Bewertung von neuen Betriebsweisen bzw. Features – wie z. B. PowerBoost oder High-Wind-Ride-Trough – hinsichtlich Beanspruchungen und Lebensdauerverbrauch
  • Überwachung von Unregelmäßigkeiten bei der Errichtung der Tragstrukturen

Die Konfiguration von SHM.Foundation

Die Konfiguration von SHM.Foundation wird gezielt an Ihren Projektanforderungen ausgerichtet: Sowohl bei der notwendigen Hardware zur Datenerfassung als auch bei der Software zur Datenanalyse steht Ihnen unser modulares Bausteinkonzept zur Verfügung. Auf Basis unserer langjährigen Erfahrungen beraten wir Sie auf dem Weg zu der individuell für Sie passenden Ausgestaltung des Systems. Sie profitieren dabei auch von unserem Wissen aus der Mitgestaltung relevanter Normen und Regelwerke.

Unsere Monitoring-Systeme werden mit robuster Elektronik im Industriestandard ausgerüstet. Die Montage übernehmen unsere für den Offshore-Einsatz bestens ausgebildeten Teams.

Wir begleiten Sie allerdings nicht nur bei Konzeption, Installation und Inbetriebnahme, sondern über den gesamten Monitoring-Prozess hinweg. Im Rahmen der Signalanalyse extrahieren wir die für Sie wesentlichen Informationen, vergleichen die erfassten Beanspruchungen mit Design-Annahmen, berechnen den Lebensdauerverbrauch, erstellen Berichte für Genehmigungsbehörden und identifizieren Optimierungspotenziale.

Da bei Offshore-Windenergieanlagen vor allem die ganzheitliche Überwachung wichtig ist, arbeiten wir mit einem globalen Structural Health Monitoring-Konzept für die gesamte Windenergieanlage. So geht die Überwachung der Gründungs- bzw. Fundamentstruktur in der Regel mit der Überwachung des Turms mit Hilfe des Monitoring-Systems SHM.Tower® einher.

MIC.Foundation – Web-Portal zur Fernüberwachung

Die mittels unserer Monitoring-Systeme erhobenen Struktur- und SCADA-Daten werden direkt in einem Monitoring Intelligence Center ausgewertet. Die Ergebnisse der Analyse und alle wichtigen Indikatoren stehen dem Anwender jederzeit übersichtlich aufbereitet zur Verfügung. Er kann auf den ersten Blick erkennen, ob Grenzwerte eingehalten werden, ob und wo ein Problem auftritt, was die Ursache hierfür sein kann und welche Maßnahmen einzuleiten sind, um den Fehler zu beheben oder ein Fortschreiten des Schadens zu verhindern.

Parameter und Methoden sowie eventgesteuerte Benachrichtigungen und Alarme können individuell konfiguriert werden. Sie erhalten also keine Standardauswertungen, sondern ein individuell auf Ihre Anforderungen zugeschnittenes Dashboard sowie konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung. Zusätzlich kann ein automatisiertes Reporting (optional mit Expertenbeurteilung) erfolgen, das auch behördliche Anforderungen erfüllt.

Die Sicherheit der sensiblen Messdaten steht dabei immer im Vordergrund. Durch ein Rechenzentrum in Deutschland, eine gesicherte Internetverbindung und ein dreistufiges User Management (Administrator, Editor, Nutzer) wird sichergestellt, dass nur berechtigte Personen Daten und Ergebnisse einsehen und Einstellungen vornehmen können. Ist eine Datenanbindung dennoch nicht gewünscht oder auf Grund der gegebenen Bedingungen vor Ort nicht möglich, können alle Monitoring- und Datensicherungsfunktionen auch auf einen zentralen Windparkserver ausgelagert werden.

Folgende Indikatoren werden in MIC.Foundation berechnet und visualisiert:

  • Lebensdauer
  • Eigenfrequenzen
  • Korrosion
  • Momente, Lasten und Spannungen
  • Kolk

Wissensbibliothek

Das Potenzial eines Windparks bestmöglich ausschöpfen – das ist nicht nur das übergeordnete Ziel von Herstellern und Betreibern, sondern auch im Hinblick auf eine möglichst schnelle Energiewende essenziell. Erfahren Sie in unseren White Papern in den Kategorien Erträge steigern, Inspektionen optimieren und Lebensdauer verlängern, wie Sie die Effizienz Ihrer Windenergieanlagen nachhaltig erhöhen können.

Referenzen

Case Study "Strukturüberwachung Offshore Windpark Arkona" 1.98 MB
Case Study "Strukturüberwachung Offshore Windpark Arkona"

Arkona ist der bislang leistungsfähigste Windpark in der Ostsee: Vor der Küste der Insel Rügen erbringen 60 Windenergieanlagen auf einer Fläche von 39 Quadratkilometern eine Gesamtleistung von 385 Megawatt. Mittels eines individuellen Strukturüberwachungskonzepts von Wölfel soll sichergestellt werden, dass die Anlagen so kontinuierlich und effizient wie möglich ins Netz einspeisen, möglichst geringe Kosten für Wartung und Betrieb verursachen und dabei den behördlichen Anforderungen entsprechen.

SHM.Tower® – Intelligentes System zur Überwachung von Turmschwingungen und zur Lebensdauerprognose

Abhängig von Standort und Betriebsweise einer Windenergieanlage variiert die Schwingungsbeanspruchung – insbesondere des Turms – stark. Das Monitoring-System SHM.Tower erfasst diese Beanspruchungen über integrierte Sensoren. Die erfassten Daten werden direkt ausgewertet und mit im Vorhinein definierten Schwellwerten verglichen. Bei Schwellwertüberschreitungen können Warnmeldungen ausgegeben werden. WEA mit übermäßiger Beanspruchung werden so sofort identifiziert, Gegenmaßnahmen können eingeleitet werden.

Lebensdauerprognose mit SHM.Tower

Um über den Weiterbetrieb einer Windenergieanlage nach der Design-Lebensdauer von 20 Jahren entscheiden zu können, muss die Restlebensdauer bestmöglich bestimmt werden. Dabei gilt es insbesondere, kritische Extrembedingungen zu berücksichtigen. Mit dem Einsatz von SHM.Tower in Ihrem Turm fußt die Bewertung zum Weiterbetrieb Ihrer Anlage auf den real aufgetretenen Ermüdungslasten und somit nicht nur auf reinen Abschätzungen. Über die gesamte Betriebsdauer hinweg liefern die abgespeicherten und live ausgewerteten Daten eine exakte Aussage über die insgesamt verbrauchte Lebensdauer.

Sensorik und Elektronik von SHM.Tower sind in einem handlichen Gehäuse verbaut und erlauben eine einfache Installation im Turmkopf.  Im energieautarken Betriebsmodus kann SHM.Tower während des Baus integriert werden und damit kurzzeitige Netzausfälle überbrücken. Zudem kann das System als Retrofit auf einer bestehenden Anlage nachgerüstet werden.

Funktionen:

Monitoring-Funktion

  • Messung der Schwingungsbeanspruchung und Ausgabe von Warnmeldungen bei Schwellwertüberschreitungen (ISO 10816-21/VDI 3834)
  • Häufigkeitsverteilung von RMS-Werten (z. B. Jahresgang)
  • Parkmonitoring zum Auffinden von stark beanspruchten Turbinen

Lebensdauerprognose

  • Lebensdauerprognose für jedes Turmsegment anhand der Ermüdungsfestigkeit
  • Klassifikation der Beanspruchungen nach Betriebszuständen
  • Trend Lebensdauerverbrauch
  • Valide Aussagen für den Weiterbetrieb ihrer Anlage
  • Auch als Retrofit installierbar

Performance

  • Energieautarke Monitoring-Funktion (Recording bis zu 3 Monate ohne Energieversorgung)
  • Anbindung an das Wölfel Monitoring-Portal MIC.Tower
  • Schnittstelle für externe Sensorik (dreikanalig, 4-20 mA)
  • Frequenzbereich: 0,1 – 10 Hz
  • Messbereich: ± 2 g

MIC.Tower – Web-Portal zur Fernüberwachung

Die mittels unserer Monitoring-Systeme erhobenen Struktur- und SCADA-Daten werden direkt in einem Monitoring Intelligence Center ausgewertet. Die Ergebnisse der Analyse und alle wichtigen Indikatoren stehen dem Anwender jederzeit übersichtlich aufbereitet zur Verfügung. Er kann auf den ersten Blick erkennen, ob Grenzwerte eingehalten werden, ob und wo ein Problem auftritt, was die Ursache hierfür sein kann und welche Maßnahmen einzuleiten sind, um den Fehler zu beheben oder ein Fortschreiten des Schadens zu verhindern.

Parameter und Methoden sowie eventgesteuerte Benachrichtigungen und Alarme können individuell konfiguriert werden. Sie erhalten also keine Standardauswertungen, sondern ein individuell auf Ihre Anforderungen zugeschnittenes Dashboard sowie konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung. Zusätzlich kann ein automatisiertes Reporting (optional mit Expertenbeurteilung) erfolgen, das auch behördliche Anforderungen erfüllt.

Die Sicherheit der sensiblen Messdaten steht dabei immer im Vordergrund. Durch ein Rechenzentrum in Deutschland, eine gesicherte Internetverbindung und ein dreistufiges User Management (Administrator, Editor, Nutzer) wird sichergestellt, dass nur berechtigte Personen Daten und Ergebnisse einsehen und Einstellungen vornehmen können. Ist eine Datenanbindung dennoch nicht gewünscht oder auf Grund der gegebenen Bedingungen vor Ort nicht möglich, können alle Monitoring- und Datensicherungsfunktionen auch auf einen zentralen Windparkserver ausgelagert werden.

Folgende Indikatoren werden in MIC.Tower berechnet und visualisiert:

  • Lebensdauer
  • Eigenfrequenzen
  • Rotorunwuchten
  • Momente, Lasten und Spannungen

Wissensbibliothek

Das Potenzial eines Windparks bestmöglich ausschöpfen – das ist nicht nur das übergeordnete Ziel von Herstellern und Betreibern, sondern auch im Hinblick auf eine möglichst schnelle Energiewende essenziell. Erfahren Sie in unseren White Papern in den Kategorien Erträge steigern, Inspektionen optimieren und Lebensdauer verlängern, wie Sie die Effizienz Ihrer Windenergieanlagen nachhaltig erhöhen können.

SHM.Blade® – Intelligentes System zur Zustandsüberwachung von Rotorblättern zur Detektion von Strukturschäden, Vereisung und Aerodynamischen Unwuchten

Rotorblätter von Windenergieanlagen sind extremen Umweltbedingungen sowie starken dynamischen Beanspruchungen ausgesetzt. Gleichzeitig entscheiden sie aber über den Energieertrag und damit maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit einer Windenergieanlage. Entstehende Schäden müssen so früh wie möglich erkannt und von normalen Einflüssen aus Umgebung und laufendem Betrieb unterschieden werden. Durch die zu diesem frühen Zeitpunkt noch vergleichsweise kostengünstigen Reparaturmaßnahmen kann gravierenderen Schäden vorgebeugt werden. Stillstandszeiten in Folge von nicht oder zu spät erkannten Schäden werden vermieden, der Energieertrag kann erhöht werden. Periodisch wiederkehrende Prüfungen sind für die frühzeitige Detektion von Schäden nicht ausreichend. Eine permanente Überwachung gewährleistet eine höhere Sicherheit.

Die Lösung von Wölfel: SHM.Blade zur Detektion von Strukturschäden

SHM.Blade ist ein in der Praxis erprobtes und vom DNV GL zertifiziertes System, das Strukturschäden an Rotorblättern frühzeitig detektieren kann. Hierzu wird auf einen Referenzzustand zurückgegriffen, der unmittelbar nach Inbetriebnahme von SHM.Blade vollautomatisch und ohne äußeres Zutun für jedes einzelne Rotorblatt individuell bestimmt wird. Eine solche blattspezifische Lernphase gewährleistet trotz fertigungsbedingter Massen- und Steifigkeitstoleranzen eine hohe Schadenssensitivität.

Nach Abschluss der Lernphase werden kontinuierlich Zustandsindikatoren berechnet, die jederzeit Informationen über den aktuellen Blattzustand geben. Mittels eines zweistufigen Warn- und Alarmierungskonzeptes kann die Anlagensteuerung reagieren – Folgeschäden sind dadurch vermeidbar.

IDD.Blade® – Eiserkennung mit automatischer Wiederanlauffunktion

Vor allem an sogenannten „Cold-Climate“-Standorten entstehen weitere witterungsbedingte Risiken. Behörden fordern, dass eine Windenergieanlage (WEA) bei vorliegender Rotorblatt-Vereisung angehalten werden muss, um das Umfeld vor Eisabwurf zu schützen. Außerdem stellen durch Vereisung bedingte erhöhte Beanspruchungen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Lebensdauer der WEA dar. Die Messung des Schwingverhaltens hat sich als sichere und effiziente Methode zur Eiserkennug erwiesen.

Mit der Option IDD.Blade kann Vereisung zuverlässig erkannt werden

  • Automatische Eiserkennung (auch im Stillstand)
  • Automatisches Abschalten bei Vereisung
  • Automatisches Wiederanlaufen bei Eisfreiheit
    = Reduziertes Risiko des Eisabwurfs

    + Frühzeitige Erkennung von Schäden

Da die Sensoren in den Rotorblättern den tatsächlichen Vereisungszustand direkt erfassen, sind die Ergebnisse wesentlich zuverlässiger als bei einer Beurteilung auf Basis meteorologischer Größen.  IDD.Blade reduziert die Stillstandszeiten somit auf die Zeitpunkte tatsächlicher Vereisung.

SHM.Blade zur Detektion von Aerodynamischen Unwuchten

Fast 50 Prozent aller Windenergieanlagen leiden unter Unwucht am Rotor. Diese reduziert nicht nur den aerodynamischen Wirkungsgrad der Windturbine und damit die Leistung, sondern kann auch zu erhöhten Vibrationen und damit einer starken Erhöhung der Belastung vom Antriebsstrang, Rotorblättern und Turm führen. Folgen können erhöhte Geräuschemissionen und eine geringere jährliche Energieproduktion sein.

Mit SHM.Blade kann die Verringerung der Leistung der Windturbine vermieden und das Risiko eines Anlagenstopps reduziert werden. Durch Pitchwinkel-Überwachung wird die Lebensdauer der Struktur selbst sowie der Komponenten des Antriebsstrangs erhöht.

MIC.Blade – Web-Portal zur Fernüberwachung

Die mittels unserer Monitoring-Systeme erhobenen Struktur- und SCADA-Daten werden direkt in einem Monitoring Intelligence Center ausgewertet. Die Ergebnisse der Analyse und alle wichtigen Indikatoren stehen dem Anwender jederzeit übersichtlich aufbereitet zur Verfügung. Er kann auf den ersten Blick erkennen, ob Grenzwerte eingehalten werden, ob und wo ein Problem auftritt, was die Ursache hierfür sein kann und welche Maßnahmen einzuleiten sind, um den Fehler zu beheben oder ein Fortschreiten des Schadens zu verhindern.

Parameter und Methoden sowie eventgesteuerte Benachrichtigungen und Alarme können individuell konfiguriert werden. Sie erhalten also keine Standardauswertungen, sondern ein individuell auf Ihre Anforderungen zugeschnittenes Dashboard sowie konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung. Zusätzlich kann ein automatisiertes Reporting (optional mit Expertenbeurteilung) erfolgen, das auch behördliche Anforderungen erfüllt.

Die Sicherheit der sensiblen Messdaten steht dabei immer im Vordergrund. Durch ein Rechenzentrum in Deutschland, eine gesicherte Internetverbindung und ein dreistufiges User Management (Administrator, Editor, Nutzer) wird sichergestellt, dass nur berechtigte Personen Daten und Ergebnisse einsehen und Einstellungen vornehmen können. Ist eine Datenanbindung dennoch nicht gewünscht oder auf Grund der gegebenen Bedingungen vor Ort nicht möglich, können alle Monitoring- und Datensicherungsfunktionen auch auf einen zentralen Windparkserver ausgelagert werden.

Folgende Indikatoren werden in MIC.Blade berechnet und visualisiert:

  • Eis
  • Schäden
  • Pitchwinkelmonitoring
  • Rotorunwuchten
  • Dynamische Lasten

Wissensbibliothek

Das Potenzial eines Windparks bestmöglich ausschöpfen – das ist nicht nur das übergeordnete Ziel von Herstellern und Betreibern, sondern auch im Hinblick auf eine möglichst schnelle Energiewende essenziell. Erfahren Sie in unseren White Papern in den Kategorien Erträge steigern, Inspektionen optimieren und Lebensdauer verlängern, wie Sie die Effizienz Ihrer Windenergieanlagen nachhaltig erhöhen können.

Rotorblattprüfung durch öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen

In der Produktion: Third Party Inspection (TPI)

Die sorgfältige Produktion von Rotorblättern ist von großer Bedeutung für die Blattqualität und damit für die Lebensdauer und den zu erzielenden Energieertrag einer Windenergieanlage. Durch den hohen manuellen Fertigungsanteil in der Produktion stecken oft Mängel im Rotorblatt, die sich im laufenden Betrieb zu gravierenden Schäden entwickeln können. Nach Expertenschätzungen haben etwa vier von fünf Schäden im Feld fertigungsbedingte Ursachen. Als unabhängige Experten prüfen wir im Auftrag des Betreibers die Blattfertigung direkt beim Hersteller und erstellen eine lückenlose Dokumentation der Qualitätsabweichungen.

Unser Konzept der TPI hat sich in der Praxis bewährt und bereits viele Betreiber erfolgreich unterstützt. Es besteht aus drei aufeinander aufbauenden Stufen:

  1. Allgemeine Überwachung der Blattfertigung im Rahmen von Prozess-Audits
  2. Spezifische Überwachung der Produktion der Blätter für das konkrete Kundenprojekt im Rahmen unseres Witness-Point-Konzepts
  3. Endabnahme: Die Projekt-Rotorblätter werden von innen und außen auf Herz und Nieren geprüft, inkl. der Blitzschutzeinrichtung und aller Anbauteile.

René Kaufmann, Project Manager Wind Turbines, Sandbank Offshore Wind GmbH:

"Die Zusammenarbeit mit den Inspektoren der Firma Wölfel zeichnete sich durch ein sehr hohes Maß an Fachkompetenz, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit aus. Neben einer systematischen und Verantwortungsbewussten Arbeitsweise, ist auch das besondere Engagement der Inspektoren hervorzuheben, welches Maßgeblich zum Projekterfolg beigetragen hat. Auch die gezeigte Flexibilität bei kurzfristig aufkommen Sonderthemen sind als äußerst positiv zu bewerten."

Im Betrieb: Wiederkehrende Prüfung (WKP) – Onshore und Offshore

Die hohen Beanspruchungen von Rotorblättern führen im laufenden Betrieb zu Schäden, deren Ursprung in vielen Fällen bereits in der Blattfertigung liegt. Deshalb sind die wiederkehrenden Inspektionen im laufenden Betrieb notwendig, um auftretende Schäden am Rotorblatt frühestmöglich zu detektieren und bestmöglich die Blattqualität zu sichern.

  • Wiederkehrende Inspektion an der Anlage
  • Außeninspektionen des Rotorblatts
  • Inneninspektionen inklusive Kamerabefahrungen
  • Blitzschutzmessungen
  • Weitere Prüfungen und Inspektionen nach Bedarf (z. B. Thermografie)
  • Inspektion vor Ablauf der Gewährleistungsfrist (i.d.R. nach fünf Jahren offshore, vollständige Überprüfung der Blätter inkl. Blitzschutzsystem)
  • Reparaturüberwachung
  • Umfassende Dokumentation (inkl. Rotorblattgutachten, Schadensgutachten)

Alexander Schneeweiß, Teamleiter Windenergieanlagen und Logistik, EnBW Energie Baden-Württemberg AG:

"In den Bereichen Auditierung der Rotorblattfertigung Überwachung der gesamten Fertigungslinie, vom Wareneingang bis zum Transport der Rotorblätter Überwachung und Prüfung der Reparaturen und werksinternen Qualitätsabnahmen Dokumentenprüfung, fachliche Abstimmungen und Absprachen 'auf Augenhöhe' mit dem Rotorblatthersteller haben die Wölfel-Inspektoren Ihre sehr hohe fachliche und soziale Kompetenz unter Beweis gestellt. Das hohe Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft sowie die stetig lösungsorientierte Vorgehensweise runden die Kompetenz von Wölfel ab."

Unsere Leistungen rund um die Strukturüberwachung (SHM/CMS) und die Rotorblattinspektion (TPI/WKP)

Seit mehreren Jahren sind wir im Bereich Offshore Windenergie tätig und haben eine umfangreiche Expertise in folgenden Leistungsfeldern:

  • Design von Monitoring-Systemen zur Lebensdauerüberwachung
  • Entwicklung und Installation der Messtechnik
  • Windparkspezifische Datenerfassung und Datenanalyse
  • Überwachung, Monitoringzentrale und Berichterstattung
  • FE-Modellierung und Simulation des Tragverhaltens der Strukturen
  • Automatisierte Datenanalyse und Überwachung
  • Lebensdaueranalyse und Bewertung
  • Rotorblatt-Inspektion – von der Third Party Inspection (TPI) bis hin zur Wiederkehrenden Prüfung (WKP)
  • Verknüpfung von Monitoring mit Wartung und Inspektion (WKP)

Unsere Leistungen und Systemlösungen in der Nordsee

Unsere Leistungen und Systemlösungen in der Ostsee


Kontaktieren Sie uns gerne persönlich

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Wir unterstützen Sie gerne beim Lösen Ihrer Aufgabe rund um „Schwingungen von Windenergieanlagen“ und beraten Sie bei Fragen zu unserem System- und Dienstleistungsangebot in den Bereichen Structural Health Monitoring, Schwingungsminderung, Schall und Lärm sowie Strukturdesign.

Dr.-Ing. Georg Enß

+49 40 524715262
enss@woelfel.de
Formular

Timo Klaas

+49 40 524715265
klaas@woelfel.de
Formular

Dipl.-Ing. Bernd Wölfel